Vegane Weihnachten

Wie jedes Jahr feiere ich Weihnachten mit meiner Familie und wie jedes Jahr gibt es dort traditionell Weihnachtsgans mit Knödeln und Rotkraut. Bis auf das Rotkraut ist dies alles leider nicht vegan. Im letzten Jahr habe ich mir dann einfach marinierten Tofu angebraten und Kartoffelklöße mit Rotkraut dazu gegessen. Lecker, aber nicht sonderlich ausgefallen.

Dieses Jahr soll es anders werden, deshalb habe ich mir ein veganes Weihnachtsmenü überlegt, das hoffentlich den ein oder anderen noch von der armen Weihnachtsgans abbringt.

Seitanbraten mit Champignon-Walnuss-Fuellung2

Vorspeise

Kürbis-Linsensuppe mit Granatapfelkernen

Als Vorspeise gibt es eine Kürbis-Linsensuppe mit Granatapfelkernen nach dem Rezept von kuechenchaotin.de. Die ist nicht nur optisch ein Hingucker, sondern macht auch geschmacklich was her. Da ich den Geschmack von „normalem“ Kümmel allerdings nicht mag, habe ich diesen durch etwas Kreuzkümmel ersetzt und noch etwas scharfes Paprikapulver und Muskatnuss hinzugefügt.

Kürbis-Linsensuppe mit Granatapfelkernen

Zutaten

  • 1 große Zwiebel
  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 900 g)
  • 2 große Kartoffeln
  • etwas Öl
  • 350 g rote Linsen
  • ca. 1500 ml Wasser
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • ca. 1/4 TL scharfes Paprikapulver
  • etwas Muskatnuss
  • etwas Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Granatapfel

Zubereitung

Zunächst die Zwiebel und die Kartoffeln schälen sowie den Kürbis waschen und entkernen. Die Zwiebel anschließend in kleine Würfel schneiden und mit etwas Öl anbraten, bis diese glasig ist. In der Zwischenzeit die Kartoffeln und den Kürbis würfeln und mit den Zwiebeln ca. 3 Minuten anbraten. Danach die Linsen hinzugeben und noch eine weitere Minute mit anrösten.

Anschließend mit dem Wasser ablöschen und Kreuzkümmel, Muskatnuss sowie das scharfe Paprikapulver hinzugeben. Die Suppe muss nun etwa 20 Min. köcheln, bis der Kürbis, die Linsen und die Kartoffeln gar sind.

Nun die Suppe pürieren und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und mit den Granatapfelkernen garniert servieren.

Hauptspeise

Seitanbraten in Blätterteig gefüllt mit Champignons und Walnüssen an Semmelknödeln und Rotkraut

Als Hauptgang gibt es einen Seitanbraten in Blätterteig angelehnt an dem Rezept von purpleavocado.de, allerdings bei meiner Version mit einer Champignon-Walnussfüllung und Hummus sowie Kichererbsenmehl im Seitanteig an Kartoffelknödeln und Rotkraut. Hört sich aufwändig an, ist es aber überhaupt nicht.

 

Seitanbraten mit Champignon-Walnuss-Fuellung-Details2

Zutaten

Seitanteig

  • 175g Seitanfix
  • 30g Hefeflocken
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 70ml Sojasauce
  • 200ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Senf
  • 2 EL Hummus
  • 2 EL Kichererbsenmehl

Füllung

  • 300g braune Champignons
  • 100g Walnüsse
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Prise scharfe Paprika
  • 1/2 Bund frische Petersilie

1 Rolle veganen Blätterteig
etwas Öl

Bratensauce

  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Champignons
  • 1TL Senf
  • 2TL Tomatenmark
  • 2EL Sojasauce
  • 250ml Gemüsebrühe
  • 2EL Mehl
  • Pfeffer
  • etwas Öl

Zubereitung

Zunächst den Knoblauch schälen, klein hacken und mit dem Seitanfix, dem Kichererbsenmehl und den Hefeflocken vermischen. Tomatenmark, Sojasauce, Senf, Hummus und Gemüsebrühe verrühren und mit der Seitanfix-Mischung vermengen. Den Teig ordentlich durchkneten, bis alles eine homogene Masse geworden ist.

Für die Füllung Zwiebel und Knoblauch schälen und mit den Champignons und den Walnüssen klein schneiden beziehungsweise hacken. Die Zwiebeln werden nun in etwas Öl glasig angebraten, danach kommen die Champignons, Walnüsse und der Knoblauch dazu. Das ganze wird 5-10 Minuten angebraten, bis der Saft der Champignons austritt.

Den Blätterteig ausrollen und die Seintanmischung mit einem Nudelholz darauf dünn ausrollen. Anschließend wird die Füllung draufgegeben und gleichmäßig verteilt.

Um den Braten aufzurollen, werden die Enden des Teigs etwas eingeschlagen damit die Füllung an Ort und Stelle bleibt und der Blätterteig außen ist. Dann wird der Teig aufgerollt und mit etwas Öl und Pflanzenmilch bestrichen, damit der Blätterteig schön knusprig wird.

Der Braten wird dann für 50-55 Min. im vorgeheizten Backofen (190° Ober- und Unterhitze) gebacken.

Für die Bratensauce wird die Zwiebel geschält und zusammen mit den Champignons gewürfelt. Die Zwiebel wird in etwas Öl glasig gedünstet, anschließend kommen die Champignons hinzu. Auch diese werden kurz mitgebraten. Dann wird das Mehl hinzugegeben und damit eine Mehlschwitze gemacht und das Tomatenmark sowie Senf hinzugefügt. Mit der kalt angerührten Gemüsebrühe wird das ganze abgelöscht und mit dem Schneebesen sorgfältig verrührt, damit keine Klümpchen entstehen.

Wer möchte, kann die Sauce anschließend pürieren und mit der Sojasauce und dem Pfeffer abgeschmecken.

Dessert

Mousse au Chocolat mit Birnenkompott auf Spekulatiusboden

Für mich ist das Dessert fast der wichtigste Teil eines Menüs, daher habe ich versucht etwas Besonderes zu zaubern, das allerdings auch unkompliziert und schnell zuzubereiten ist. Herausgekommen ist eine vegane Mousse au Chocolat geschichtet mit zerstoßenen Spekulatiuskeksen und Birnenkompott. Vorsicht: die Gewürzspekulatius machen das ganze Dessert sehr süß. Wer also nicht so eine Naschkatze wie ich ist, sollte damit entweder sparsam umgehen oder diese weglassen.

Die Mousse au Chocolat habe ich auf Basis von Aquafaba gemacht. Die Verwendung von Aquafaba habe ich in meinem Artikel zu veganen Makronen näher beschrieben.

Wer lieber keinen großen Aufwand mit der Nachspeise haben möchte, kann auch einfach zu dem zeitlosen Klassiker Apfelstrudel mit Soja-Vanilleeis greifen.

Zutaten

  • 100ml Aquafaba (z.B. Kichererbsenwasser aus dem Glas)
  • 65g Zartbitterschokolade
  • 1/2 TL Backpulver
  • 2 1/2 EL Puderzucker
  • 2 reife Birnen
  • Saft einer halben Zitrone
  • 95g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 l Wasser
  • ca. 6-10 Gewürzspekulatius
  • ca. 3-5 EL Pflanzenmilch

Zubereitung

Die Kichererbsen absieben, das Wasser auffangen und zusammen mit dem Backpulver 1-2 Minuten aufschlagen. Danach den Puderzucker über den veganen Eischnee sieben und weitere Minuten aufschlagen, bis der Eischnee schön fest ist. Anschließend die Zartbitterschokolade schmelzen und vorsichtig unter den Aquafabaschnee heben.

In der Zwischenzeit die Birnen schälen, entkernen und in kleine Stücke würfeln. Zucker, Vanillezucker, Zitronensaft und Zimt vermischen und mit dem Wasser in einem Topf aufkochen. Die Birnenstücke dazugeben und etwa 15 Minuten dünsten.

Während der Birnenkompott vollständig auskühlt, die Spekulatiuskekse zerbröseln und mit etwas Pflanzenmilch zu einer Art festen Brei vermischen. Diesen Spekulatiusbrei auf Dessertgläser aufteilen und die Mousse au Chocolat zusammen mit dem Birnenkompott darüber schichten. Das Dessert nun einige Stunden, am besten über Nacht, kaltstellen und genießen.

Lasst euch euer Weihnachtsessen schmecken und genießt die Feiertage!

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4 Kommentare zu „Vegane Weihnachten

  1. Hi Trici! Dein Weihnachtsmenü klingt ganz fabelhaft, ich würd sofort dazukommen 😀
    Deine Seitanbraten Variation klingt auch fantastisch. Walnüsse und Humus.. das muss ich auch unbedingt mal ausprobieren 🙂

    Ich wünsche dir ein frohes Weihnachtsfest und guten Appetit ❤ 🙂
    liebe Grüße, Sabrina

    Gefällt 1 Person

    1. Hi Sabrina,
      das freut mich sehr, dass du das Rezept magst. Ohne deine Inspiration wäre ich selbst nicht darauf gekommen 🙂
      Ich hoffe du hattest ein schönes Weihnachtsfest mit leckerem Essen ❤

      Liebe Grüße
      Trici

      Gefällt mir

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